Was tun mit dem Fundtier?

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anni-malis
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Was tun mit dem Fundtier?

Beitrag von anni-malis » 14. Juli 2016, 21:53

Hallo,
habe mich eben spontan im Forum registriert, weil ich jemanden suche, der einen supersüssen Kanarienvogel bei sich aufnehmen möchte. Aber nicht in einem kleinen Knast sondern in einer grosszügigen Voliere, zusammen mit vielen Artgenossen. Wobei ich natürlich überhaupt keine Ahnung habe, ob man das Tier einfach so vergesellschaften kann.
Das Tierchen ist heute auf dem Bürgersteig direkt neben mir gelandet. Die Einfangstory ist eine längere, die ich Euch erspare.
Schlussendlich ist das Tierchen im örtlichen Tierheim untergebracht, da ich selbst eine Katze habe und sich beides evtl. nicht so gut verträgt. Ich wollte keine Experimente machen.
Ich fühle mich aber nun ein wenig verantwortlich für das kleine Kerlchen und möchte, dass es irgendwo ein schönes Leben hat. Vorher wird alles Mögliche in Bewegung gesetzt, um den Besitzer zu finden. Aber für den Fall, dass es nicht gelingt, suche ich schon mal nach einer Unterkunft.
Wir sind hier im Raum Braunschweig.
Wer würde noch so einen kleinen Flattermann aufnehmen? Oder wo kann ich sonst noch nachfragen?
Ich möchte nicht, dass der Süsse lange im Tierheim bleiben muss.
Bitte dringend um Hilfe!
Anni

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Isrin
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Re: Was tun mit dem Fundtier?

Beitrag von Isrin » 15. Juli 2016, 09:34

Hallo Anni,
willkommen im Forum!
Super, dass du den Kleinen gleich aufgenommen und in's TH gebracht hast - dort ist er vorerst sicher.
Du kannst die Homepage des Tierheimes verlinken und damit Leser aufmerksam machen.
Ich drücke die Daumen, dass der Kleine fix vermittelt wird - vielleicht sogar einen seinen Besitzer.
Isrin
Freunde sind Menschen, die einem ein Bein stellen, wenn man mit Vollgas auf die Mauer zurennt /:)

anni-malis
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Re: Was tun mit dem Fundtier?

Beitrag von anni-malis » 16. Juli 2016, 17:03

Entwarnung!
Habe heute im TH angerufen und mich nach dem Befinden des Vogels erkundigt. Die nette Mitarbeiterin erzählte mir, dass ebenfalls vorgestern nur eine Strasse weiter ein gleichartiger Kanarienvogel eingefangen wurde. Die Beiden sind besonders schick - so apricot/orange. Als dann Nummer zwei im TH ankam und zu Nummer eins gesetzt wurde, war die Wiedersehensfreude wohl ziemlich gross. Nun sind sie zusammen in einem Käfig für ein paar Tage in Quarantäne und kommen danach in eine grössere Voliere. Werden dann nur gemeinsam vermittelt.
Aber schon seltsam. Gibt es etwa Leute, die ihre Vögel einfach vor die Tür setzen? So'n Kanarienvogel hat doch nicht besonders grosse Chancen, draussen über die Runden zu kommen. Im Sommer vielleicht, aber bei Kälte? Böse Menschen.
So ist es ja fast ein Happy End.
Wenn sie später noch ein neues Zuhause mit XXL-Käfig bekommen und öfter umherfliegen dürfen, wäre alles prima.
Gruss aus BS
Anni

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Re: Was tun mit dem Fundtier?

Beitrag von Isrin » 16. Juli 2016, 17:12

Super, dass die beiden Federbälle wieder zusammen sind.
... und JA, es gibt Menschen, die die Tiere einfach aussetzen, wenn der Urlaub kommt und kein Tiersitter aufzutreiben ist.
Große Chancen haben die Vögel nicht, wenn sie draußen sind. Futtersuche kennen sie nicht, dazu gibt es viele Feinde.

Wie man an dir sieht, gibt es aber auch immer wieder Menschen, die helfen.
Isrin
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Re: Was tun mit dem Fundtier?

Beitrag von myarchie » 17. Juli 2016, 10:24

Sie können aber auch durch unachtsamkeit entflogen sein. Ist mir auch schon passiert und war sehr wütend über mich selber.
LG Elke

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Re: Was tun mit dem Fundtier?

Beitrag von Zorro » 15. Dezember 2016, 00:25

Das letztere stimmt und ist auch schon Leuten passiert, die das bei sich nie für möglich gehalten hätten.
Und: Ein gefundener oder zugeflogener Vogel ist eine Fundsache und muss auch als solche gemeldet werden, besonders, wenn man ihn selber versorgen kann.

In der Regel muss man ihn dem zuständigen Ordnungsamt melden, manche Städte haben diese Aufgabe wohl an die Tierheime delegiert.
Der Vorbesitzer hat ein halbes Jahr Anspruch auf die Rückgabe des Vogels.

Das ist die rechtliche Seite.

es gibt aber auch noch eine moralische.
Nicht jeder Fundvogel ist ausgesetzt, oft gibt es einen Partnervogel, der schreit, rupft, hungert.........

Es gibt verschiedene Ebenen, auf denen Finder und Suchender versuchen können, zueinander zu kommen.
Da sind die Zettel an Laternenpfählen und bei Tierärzten, die dann Sinn machen, wenn der Vogel in der Nähe geblieben ist. Es gibt aber auch Vögel, die Strecken von fast 100 km zurücklegen.

Wenn der Vogel einen amtlichen Ring trägt, , vielleicht sogar mit Züchterkennung, ist der Anruf bei der zuständigen Ringstelle und dann beim Züchter ein Weg, wenn ihn denn beide gehen.

Und dann gibt es das Internet.
Es gibt das Forum hier, mit Suchdienst, es gibt vogelartspezifische Foren mit vermisst-und -gefunden-Rubriken, etliche Leute inserieren gesuchte oder gefundene Vögel bei E-bay, und es gibt die Facebook-Gruppe vermißte Vögel/gefundene Vögel mit einem öffentlich einsehbaren Teil, (ich bin selber nicht bei Facebook, dies ist keine Werbung), an die sich die Leute entweder direkt wenden, deren Mitglieder aber auch zusätzlich von ihnen entdeckte Anzeigen andrer Plattformen hineinnehmen oder darum gebeten werden können.
Ich finde, obwohl wahrlich kein Facebook -Anhänger, dass das derzeit den umfassendsten Überblick über Such und Fundmeldungen im Netz darstellt.

Vor allem dann, wenn man überlegt, den Vogel zu behalten, sollte man zusätzlich zur rechtlich verpflichtenden Meldung bei den Ordnungsbehörden einige dieser weiterführenden Wege gehen, um frühzeitig zu erfahren, ob dieser Vogel gesucht und vermisst wird (von Menschen wie Artgenossen), damit einem nicht selbst dieser Trennungsschmerz, womöglich auch noch der eines zwischenzeitlich besorgten Partnervogels bevorsteht.

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